Starke Hörnli-Spielerinnen in Biel

21. Dezember 2016

An den Schweizer Meisterschaften schlug Nina Stadler auf ihrem Weg in die Halbfinals die topgesetzte Amra Sadikovic und sicherte sich an der Seite ihrer Hörnli-Kollegin Simona Waltert den Vizemeistertitel im Doppel

Im NLA-Interclub hatte Nina Stadler (N2.17) ihr grosses Potenzial gegen deutlich besser klassierte Spielerinnen mehrfach in starken Dreisatzspielen angedeutet. Ihre grossen Fortschritte konnte sie aber im Sommer gegen die besten N1-Spielerinnen der Schweiz noch nicht in Siege umwandeln. Anders war das an den nationalen Titelkämpfen der Aktiven am Wochenende in Biel. Die Hörnli-Spielerin warf in den Viertelfinals die topgesetzte und als haushohe Favoritin gehandelte Amra Sadikovic (N1.5) aus dem Turnier.

Starker Einstand

«Ich spürte an diesen Titelkämpfen von Anfang an, dass ich gut drauf bin», sagt Nina Stadler mit heiserer Stimme. Die leichte Erkältung schien die 21-Jährige nicht zu beeinträchtigen. Denn bereits in der zweiten Runde trumpfte die an Nummer sechs gesetzte Ostschweizerin gross auf. Die Tessinerin Susan Bandecchi (N3.25) entging nur ganz knapp der Höchststrafe. Im Viertelfinalspiel gegen die erfahrene WTA-Spielerin Amra Sadikovic, die an einem WTA-Turnier in Frankreich vor einem Monat die Nummer 67 der Welt in zwei Sätzen besiegt hatte, liess sich Nina Stadler vom verlorenen Tiebreak im ersten Satz nicht entmutigen. Sie setzte ihr angriffiges Spiel fort, brachte den zweiten Satz mit 6:4 ins Trockene und schlug beim Stand von 5:4 im dritten Satz zum Match auf. Obwohl sich die Favoritin aus dieser heiklen Situation noch einmal retten konnte, blieb die um sechs Jahre jüngere Hörnli-Spielerin konzentriert und verwandelte nach gut drei Stunden ihren ersten Matchball zum 6:7-, 6:4-, 7:5-Sieg. «Viel besser hätte ich nicht spielen können», schmunzelte Nina Stadler. In den Halbfinals wurde der Siegeszug der Hörnlispielerin dann allerdings gestoppt. «Von diesem Spiel hätte ich mir mehr erhofft», gab die unterlegene ehemalige NET-Schülerin nach ihrer Zweisatzniederlage gegen die Westschweizerin Tess Sugnaux (N2.15) zu verstehen.

Abschluss mit Silber

Mit dem Halbfinalausscheiden waren die Titelkämpfe für Nina Stadler aber noch nicht gelaufen. Das Hörnli-Doppel Nina Stadler/Simona Waltert schaffte es nach souveränen Zweisatzsiegen locker in den Doppelfinal. Gegen die kurz zuvor als Einzel-Schweizer-Meisterin gekürte Liechtensteinerin Kathinka von Deichmann und ihre Walliser Partnerin Ylena In-Albon hatte das junge Thurgauer Doppel jedoch einen schweren Stand. Die Favoritinnen setzten sich in zwei Sätzen durch. «Alles in allem bin ich sehr zufrieden mit dem Wochenende», fasste Nina Stadler nach dem gewonnenen Doppel-Vizemeistertitel zusammen.

WILERZEITUNG | www.wilerzeitung.ch | Mittwoch, 21. Dezember 2016 | AZ 9501 Wil
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