Mein Ziel für dieses Jahr sind die Top 400

14. März 2020

Starken Lauf im Ausland fortgesetzt

Nina Stadler hat ihr Sport-KV bereits erfolgreich abgeschlossen. Kürzer sind die Tage der 24-Jährigen aber nicht geworden. Dass es auf der internationalen Tennisbühne in kleineren Schritten aufwärts geht und sie trotz hartem Training noch nicht ihren Fähigkeiten entsprechend zu den 300 Besten der Welt gehört, schmälert ihre Motivation nicht. «Ich sehe meinen Beruf als Privileg. Mein Ziel für 2020 sind die Top 400. Ich möchte mich aber nicht auf mein WTA-Ranking versteifen, sondern einfach immer besser werden», so die Weltnummer 607.

Nach einer Verletzungspause hatte Stadler im letztjährigen NLA-Interclub den Grundstein für den grössten Erfolg in der Klubgeschichte des TC Chiasso gelegt und ihren starken Lauf im Spätherbst im Ausland fortgesetzt.
Nach einem dicht gefüllten Turnierprogramm und sehr guten Leistungen in den USA musste die Kirchbergerin Ende
2019 jedoch pausieren. «Ich war körperlich und mental müde», sagt Stadler, die auf Auslandturnieren aus Kostengründen meist ohne Coach unterwegs ist und die ihr kleines Unternehmen weitgehend selbst managt.

Zu ihrem Alltag gehören neben intensiven Trainings und Turnieren auch: Flüge buchen, preisgünstige Unterkünfte suchen, Rackets bespannen, mit Sponsoren verhandeln und die Website aktuell halten.

Bald ein Exploit wie Leonie Küng?

Dieses Jahr begann für die Nummer 17 der Schweiz vor allem im Doppel sehr gut. Auf Mallorca gewann sie mit unterschiedlichen Partnerinnen je ein ITF-15 000-Turnier. «Nina ist extrem fleissig. Man muss sie eher bremsen. Ihr Wille, ihre Fitness und ihre Schnelligkeit, aber auch der Aufschlag und die Vorhand sind ihre grossen Stärken», sagen ihre beiden Trainer Tobias und Christian Klein von der NET Tennis Academy Kreuzlingen.

Das grösste Handicap sei ihr Kopf. «Sie will zu schnell zu viel.» Einen internationalen Exploit wie dies Leonie Küng in Thailand gelang, ist Stadler jederzeit zuzutrauen. Zumal sie Küng kürzlich besiegte. Auch die Tatsache, dass sie als Teamleaderin schon mehrfach höchsten mentalen Belastungen standgehalten hat, dürften Stadler Mut für die Zukunft machen.

Quelle: Wilerzeitung | sport@wilerzeitung.ch | März 2020
Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren
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